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Informationen für Patienten

Kniegelenkersatz

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Was bedeutet ein künstlicher Kniegelenkersatz?

Das Kniegelenk ist eines der größten und komplexen Gelenke im menschlichen Körper. Das Knie besteht aus dem unteren Ende des Oberschenkelknochens (Femur), das auf dem oberen Ende des Schienbeins (Tibia) rotiert sowie aus der Kniescheibe (Patella). Stabilität wird über große Sehnen, die am Femur und an der Tibia befestigt sind, gewährleistet. Belastbarkeit erhält das Knie durch die langen Oberschenkelmuskeln.
 
Beim künstlichen Kniegelenkersatz handelt es sich um einen Eingriff, bei dem die verschlissenen Oberflächen des Kniegelenks durch Metall- und Kunststoffkomponenten ersetzt werden. Hierfür werden das untere Stück des Oberschenkelknochens (Femur) sowie das obere Stück des Schienbeins (Tibia) entfernt und die Knochenenden durch entsprechende künstliche Komponenten ersetzt.
 
Außerdem kann auch die Rückseite der Kniescheibe (Patella) erneuert werden. Der Eingriff wird durchgeführt, um Schmerzen, die normalerweise durch Abnutzung und Einriss des Kniegelenks entstehen, zu lindern. Mit dem Eingriff kann auch die Beweglichkeit des Knies verbessert werden.
 
Es gibt zwei verschiedene Ersatzmöglichkeiten für das Kniegelenk:
 
 
                                            
            
einseitiger Kniegelenkersatz                                              totaler Kniegelenkersatz
z.B mit dem Oxford Kniesystem                                         z.B. mit dem Vanguard Kniesystem
 
 
Partieller Kniegelenkersatz
Ist nur ein Teil bzw. eine Seite des Kniegelenks abgenutzt, wird nur der abgenutzte Teil des Knies erneuert. Man spricht von einem partiellen Kniegelenkersatz bzw. einem einseitigen Oberflächenersatz.  
 
Totaler Kniegelenkersatz 
Beim totalen Kniegelenkersatz bzw. Oberflächenersatz wird die komplette Oberfläche des Kniegelenks durch eine künstliche Oberfläche ersetzt. Ihr neues Knie besteht aus einer Metallkomponente am Ende des Oberschenkelknochens, einem Zwischenstück aus Kunststoff und einer Metallkomponente am oberen Ende des Schienbeins und bei Bedarf aus einem künstlichen Ersatz der Kniescheibe aus Kunststoff.
 
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder an Ihren orthopädischen Chirurgen.
   
Der Eingriff
Der Eingriff dauert in der Regel zwischen 1 bis 2 Stunden und der Patient bleibt gewöhnlich ein bis zwei Wochen im Krankenhaus. Der Eingriff erfolgt über einen Einschnitt an der Knievorderseite, der 10 bis 22 cm lang ist. Nähte und Klammern sind ggf. auflösbar, nicht auflösbare Nähte und Klammern werden circa zwei Wochen nach dem Eingriff entfernt.
 
Genesung
Wie lange der Patient im Krankenhaus bleibt, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen auch soziale Umstände. Personen, die in einstöckigen Häusern und Wohnungen oder Häusern mit Bade- und Schlafzimmer im Erdgeschoß wohnen, können schneller entlassen werden als Leute, die viele Treppen steigen müssen. Personen mit einer verantwortlichen Pflegekraft oder einem Familienmitglied zu Hause werden weniger Schwierigkeiten haben, als allein stehende Personen.
 
Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit
In der Regel sind Sie nach etwa 3 Monaten wieder arbeitsfähig. Viele Patienten, v.a. diejenigen mit einer sitzenden Tätigkeit, können schneller in ihren Beruf zurückkehren. Jeder Mensch ist anders und Ihr Arzt wird Sie bezüglich Ihrer Arbeitsfähigkeit beraten.